Worum geht´s beim Social Investing?

Hinter dem Begriff Social Investing verbergen sich gleich mehrere spannende Bedeutungen. In diesem Artikel geht es uns darum, Licht ins Dunkel zu bringen und eine Möglichkeit zum Social Investing vorzustellen.

Definition Social Investing

Für den Begriff Social Investing gibt es mehrere Verwendungsmöglichkeiten:

  1. Social Investing steht zunächst als Synonym für Social Investment oder Social Impact Investing. Dahinter verbergen sich, laut Definition des Politlexikons 2020 wiederum zwei Bedeutungen. Gemeint sein können entweder „politische Strategien, die geeignet sind, insb. die beruflichen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen der Bevölkerung so zu fördern, dass sie auf dem Arbeitsmarkt (Arbeitsmarkt/Arbeitsmarktpolitik) erfolgreich sind“. Oder aber „die Förderung von ökologischen Aktivitäten und sozial nachhaltigen Projekten seitens privater, wirtschaftlicher oder staatlicher Akteure“, eine Definition, die thematisch schon eher in den Finanzbereich geht.
  2. Nach dem Autorenduo Mantel und Maier steht Social Investing jedoch auch für eine neue Ära des Investierens an sich. Denn ähnlich, wie das analoge Leben immer mehr „social“ wird, sich also über Soziale Medien abspielt, soll es sich auch im Investmentbereich verhalten. Beide Autoren sprechen somit von der „Social Media-Variante der Geldanlage“, die sich aus dem Social Trading entwickelt hat und auf Plattformen wie ayondo, wikifolio oder eToro abspielt.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der ersten Definition des Social Investings, im Sinne der Förderung ökologischer Aktivitäten durch verschiedene Akteure.

Abbildung 1: Quelle: avesco AG

Das Ziel von Social Investing

Auch wenn sich die Begrifflichkeiten mitunter vermischen und auch die Ziele teilweise ähnlich sind, das Ziel von Social Investing lautet, nach der britischen Seite goodfinance:
„Social investment is the use of repayable finance to help an organisation achieve a social purpose.

Es geht also darum, Unternehmen mit rückzahlpflichtigem Kapital auszustatten, welches diese dann nutzen, um eine soziale gesellschaftliche Herausforderung zu lösen.
Die gute Nachricht: Immer mehr InvestorInnen suchen nach solchen Investitionsmöglichkeiten, um neben einer finanziellen auch eine soziale oder ökologische Rendite mit ihrem Geld zu erwirtschaften. Und es entstehen auch immer mehr Sozialunternehmen, die innovative unternehmerische Lösungen entwickeln und Zugang zu Wachstumskapital benötigen, um diese umsetzen zu können.
Die schlechte Nachricht: Beide Parteien finden oftmals nicht zusammen.

Die Herausforderung beim Social Investing

Das liegt auch an so manchen Vorurteilen, mit denen SozialunternehmerInnen konfrontiert werden, wie Sarah Budke, Teil des Teams bei avesco, weiß:

„Häufig wird davon ausgegangen, dass Sozialunternehmen keine wirtschaftliche Skalierbarkeit als unternehmerische Erfolgsgröße und Zielsetzung mitbringen. Diese bestehende Annahme mindert die Attraktivität gegenüber potentiellen InvestorInnen und verwehrt den Zugang zu wertvollem Wachstumskapital. Was jedoch bei der Prüfung von Sozialunternehmen beispielsweise aus dem ESIIF ersichtlich wird, ist, dass die fehlende wirtschaftliche Skalierbarkeit ein Trugschluss ist.
Erfahrene UnternehmerInnen werden zunehmend zu GründerInnen von Sozialunternehmen, die beweisen, wie die Dimension „S“ (Social) aus der ESG Definition, am Wirtschaftsmarkt einbezogen werden kann und unter Aspekten der Impact Analyse als KPI eine auswertbare, wertvolle Größe erhält.
Diese Wirtschaftsakteure verdeutlichen zunehmend, welches Wachstumspotential in den Unternehmen liegt, wenn durch eine neue Unternehmensbewertungsdimensionen neben klassischen KPI´s auch Soziales Investment in die Geschäftsentwicklung integriert wird“.

Ein Beispiel für solch ein erfahrenes Gründungsteam, welches mit seinem Sozialunternehmen auch Teil des European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF) ist, ist das Team rund um bettermarks.


Bildquellen: bettermarks

Social Investing mit bettermarks im ESIIF*

bettermarks wurde 2008 von Arndt Kwiatkowski, Marianne Voigt und Christophe Speroni gegründet. Davor waren die GründerInnen die treibenden Kraft hinter ImmobilienScout24, Deutschlands führender Online-Immobilien-Plattform, die in 2007 von der Deutschen Telekom gekauft wurde (€ 540 Mio Bewertung), um dann 2015 (€ 3 Milliarden Bewertung) an die Börse zu gehen.
bettermarks hat eine einzigartige, adaptive Lernplattform mit mehr als 100.000 interaktiven Übungen für K-12 Mathematik Lehrpläne (das entspricht den Klassen 4-10) auf Englisch, Spanisch, Deutsch und Holländisch online entwickelt. Die Produktpalette des Unternehmens wird derzeit von + 100.000 SchülerInnen in verschiedenen Schulsystemen genutzt. Mit seinem adaptiven Lernsystem adressiert bettermarks so die gesellschaftlichen Probleme: den Mangel an qualifizierten LehrerInnen und die Lernprobleme von SchülerInnen. Lokale Partner mit bereits etablierten Vertriebskanäle in den Schulmarkt – wie Verlage, Bildungsplattformen und Regierungsorganisationen – nutzen die Plattform mittels Lizenzgebühren.
bettermarks hat erheblich in die Plattform und die Content-Entwicklung investiert und hat nationale Rollouts in Uruguay und in Holland erzielt. In Mexiko und Großbritannien wurden bereits erfolgreiche Pilotprojekte abgeschlossen. Durch die bisherigen Plattforminvestitionen wird bettermarks bereits den Break-even Point erreichen. Durch die zusätzlichen Investitionen, die auch über den ESIIF in das Unternehmen fließen, soll sich diese Wachstumsdynamik und Rentabilität noch weiter erhöhen und die internationale Skalierung vorangetrieben werden.

bettermarks trägt durch seine innovative Lernplattform zum Erreichen des folgenden SDGs bei:

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass es dringend an der Zeit ist, Unternehmen wie bettermarks mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung in der frühen, innovativen Unternehmensentwicklungsphase zukommen zu lassen – eine Vision, die mithilfe des ESIIF vorangetrieben wird.


*DISCLAIMER
Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Verwendete Quellen
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/296492/social-investment
https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/14817-vom-social-trading-zum-social-investing/
https://www.goodfinance.org.uk/understanding-social-investment
https://fa-se.de/projekte/bettermarks/