Mit Geld Gutes tun – Impact Investing setzt auf Transparenz

Mit Geld Gutes tun – zu allererst fällt den meisten von uns dabei wahrscheinlich die Option ein etwas zu spenden. Sicherlich ist dies eine Möglichkeit, in der Welt etwas Gutes zu tun. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen, ob das gespendete Geld auch da ankommt, wo es ankommen soll. Doch wenn wir schon einen Teil unseres Geldes für gute und nachhaltige Zwecke investieren, wollen wir auch sicher sein, dass es zu 100 Prozent in das unterstützte Projekt fließt, schließlich wollen wir eine Wirkung erreichen. Das Zauberwort lautet hier: Transparenz.

Transparenz ist der Schlüssel, um Menschen, die ihr Geld für einen guten und nachhaltigen Zweck investieren möchten, für eine Idee zu gewinnen – egal ob es um Entwicklungshilfe, Tier- oder Umweltschutz geht. Gerade InvestorInnen, die mit ihrem Investment auch einen gesellschaftlichen Impact erzielen wollen, prüfen ganz genau nach, ob die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens bzw. Projekts hält, was sie verspricht; sie screenen Nachhaltigkeitsberichte und sind immer mehr in der Lage Greenwashing [1] oder Bluewashing [2] zu enttarnen. Hier kommt das sogenannte Impact Investing ins Spiel. Laut Gabler Wirtschaftslexikon ist Impact Investing unter anderem zu verstehen als Instrument, das die Lücke schließt zwischen renditeorientierten Investitionen und Spenden für soziale Zwecke:

„Unter Impact Investing (dt. Wirkungsorientiertes Investieren) versteht man Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds, mit der gezielten Absicht, neben einer positiven finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu erzielen. Die soziale bzw. ökologische Wirkung ist Teil der Investmentstrategie und wird gemessen. Damit unterscheidet sich Impact Investing sowohl von klassischen, rein renditegetriebenen Anlagen als auch von Spenden, d.h. Impact Investing schließt die Lücke zwischen renditeorientierten Investitionen und Spenden für soziale Zwecke.“ [3]

Auch Carsten Kuschnerus, Fondsmanager des ESIIF, unterstreicht den Value von Impact Investing, wenn es um soziale Investitionen:

Dass per Definition der Impact eines Investments aufgezeigt werden muss, beantwortet die Frage nach der Transparenz beim Impact Investing. Es ist leider ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Impact niemals messbar sei. Wie genau Impact gemessen werden kann, haben wir in unserem Blog-Artikel „Gibt es eben doch: Methoden zur Impact Messung“ bereits ausführlich beschrieben. InvestorInnen liegt demnach eine messbare Kenngröße für ihr investiertes Geld vor. Sie erhalten transparent Einblick, was ihr Investment konkret bewirkt, ergo auch darüber, was Gutes getan wird mit ihrem Geld. Auch der European Social Innovation and Impact Fund, kurz ESIIF, hat das Thema Transparenz in seiner Investmentstrategie verankert.

Transparenz im European Social Innovation and Impact Fund

Um Impact Investing für InvestorInnen greifbar zu machen, setzt der ESIIF auf ein hohes Maß an Transparenz. Hier ein paar allgemeine Fakten zum Fonds:

  • Der ESIIF ist ein geschlossener Spezial AIF.
  • Er richtet sich an professionelle und semi-professionelle, wirkungsorientierte AnlegerInnen.
  • Der Fonds investiert in ein diversifiziertes Portfolio von ca. 60 Sozialunternehmen.
  • Investiert wird in Form von Mezzanine-Kapital (Nachrangdarlehen).
  • Ziel des ESIIF ist es, in wirkungsstarke Geschäftsmodelle zu investieren, die zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme beitragen.
  • Alle Zielunternehmen haben ihr Geschäftsmodell bereits erfolgreich getestet.
  • Sitz der Zielunternehmen ist die EU.
  • InvestorInnen erhalten durch die EaSI-Bürgschaft des European Investment Fund (EIF) eine Teilabsicherung ihres Geldes. Der ESIIF ist der erste Fonds, der dieses EU-Programm in Deutschland mit Blick auf die Finanzierung von Sozialunternehmen einsetzt.

Wie sieht es nun aber mit der Transparenz aus für InvestorInnen hinsichtlich der einzelnen Sozialunternehmen, in die der Fonds investiert? Die Impact-Messung beim ESIIF erfolgt anhand des iooi-Models (Abb. 1)

Abb. 1: Das iooi-Modell übernommen aus dem Blog-Artikel „Gibt es eben doch: Methoden zur Impact Messung“.

Sozialunternehmen im ESIIF – ein Beispiel

Auch die ausgewählten Sozialunternehmen im ESIIF bleiben keine Blackbox. InvestorInnen erhalten ausführliche Informationen zu den Geschäftsmodellen und sozialen und / oder ökologischen Zielen der Unternehmen. Die Unternehmen legen im Rahmen von Wirkungsberichten ihre „Theory of Change“ vor – mit den zugehörigen Impact-Kennzahlen. So können im regelmäßigen Austausch gemeinsame Werte kommuniziert und transparent gemacht werden.

aQysta – bezahlbare Bewässerungsanlagen für Gemeinschaften in Entwicklungsländern

Das Unternehmen aQysta ist entstanden als Spin-Off an der Universität von Delft und hat bereits mehrere Innovationspreise gewonnen. Durch eine mehrfach prämierte Hydro-Pumpe ermöglicht aQysta einen bezahlbaren Zugang zu Bewässerungsquellen für Kleinstbauern und -bäuerinnen in ländlichen Gegenden. Warum ist das notwendig? Wasser ist eine entscheidende Ressource um die Existenzgrundlage und Ernährung von mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern zu sichern. Die Nahrungsmittelproduktion ist jedoch durch einen mangelnden Bewässerungszugang kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe in Gefahr – sogar in Gebieten mit nahegelegenen natürlichen Wasserquellen. Hier kommen die Hydro-Pumpen von aQysta ins Spiel: Indem sie sich die Energie fließender Gewässer zunutze machen, befördern die Pumpen permanent Wasser aus Flüssen und Kanälen, ohne dafür Elektrizität oder fossile Brennstoffe zu benötigen. Dadurch entsteht eine emissionsfreie, nahezu kostenfreie und wartungsarme Lösung. Das Angebot von aQysta ermöglicht den Bauern und Bäuerinnen nicht nur, ihre Bewässerungskosten deutlich zu reduzieren, sondern verringert auch den CO2-Ausstoß traditioneller Diesel-betriebener Pumpen, welche weltweit die Wasserknappheit weiter vorantreiben würden. aQysta hat es sich zum Ziel gesetzt, durch seine Produkte zu einem höheren Einkommen und einer gesteigerten Lebensmittelproduktion für Hundertausende von FarmerInnen beizutragen.

An dieser Stelle richten wir auch gerne einen Blick darauf, auf welche Sustainable Development Goals (SDGs) das Unternehmen einzahlt. aQysta adressiert vier der insgesamt 17 SDGs.

Ziel 2: Beendigung des Hungers, Gewährleistung von Ernährungssicherheit und verbesserter Ernährung sowie Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft
Ziel 8: Förderung von dauerhaftem, integrativem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit für alle
Ziel 9: Aufbau einer widerstandsfähigen Infrastruktur, Förderung einer integrativen und nachhaltigen Industrialisierung und Unterstützung von Innovationen
Ziel 13: Ergreifung von Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen

*DISCLAIMER

Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021

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Quellen:

[1] Greenwashing bezeichnet den Versuch von Organisationen, durch Kommunikation, Marketing und Einzelmaßnahmen ein „grünes Image“ zu erlangen, ohne entsprechende Maßnahmen im operativen Geschäft systematisch verankert zu haben. Bezog sich der Begriff ursprünglich auf eine suggerierte Umweltfreundlichkeit, findet dieser mittlerweile auch für suggerierte Unternehmensverantwortung Verwendung. Lin-Hi, Nick Gabler (2021): „Greenwashing“ in Gabler Wirtschaftslexikon, https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/greenwashing-51592 (abgerufen am 04.12.2021)

[2] Bluewashing ist eine Marketingstrategie, mit denen Unternehmen ihr Image reinwaschen wollen. Sie werben mit vermeintlich ethischen und sozialen Kampagnen und Botschaften – doch meist sind das nur leere Worte. Reketat, Annika (2020): „Bluewashing: Definition und Unterschied zu Greenwashing„ in: Utopia.de, https://utopia.de/ratgeber/bluewashing-definition-und-unterschied-zu-greenwashing/ (abgerufen am 04.12.2021)

[3] Haberstock, Philipp (2021): „Impact Investing“ in Gabler Wirtschaftslexikon, https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/impact-investing-120058 (abgerufen am 04.12.2021)