Nachhaltig investieren – lokal und global

Die Zahl der als „nachhaltig“ betitelten Investitionsmöglichkeiten ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Lag das Volumen von nachhaltigen Investmentfonds 2010 noch bei 6,2 Milliarden Euro, sind es 2020 schon 107,0 Milliarden Euro. Das ist ein Wachstum von über 1.700 % (vgl. FNG Marktbericht).

Beschäftigt man sich näher mit nachhaltigen Investments wird man schnell mit Begriffen wie „Ausschlusskriterien“, „normbasierten Screenings“, „ESG Screenings“ oder „Impact Investment“ konfrontiert. Wie findet man sich jedoch in diesem Fachjargondschungel zurecht und was bedeutet nachhaltig investieren überhaupt? Und was können SozialunternehmerInnen und Impact InvestorInnen damit zu tun haben? In diesem Artikel versuchen wir auf diese Fragen, Antworten zu finden.

Was bedeutet nachhaltig investieren?

Fangen wir zunächst bei den Grundlagen an. Was bedeutet überhaupt Nachhaltigkeit? An anderer Stelle haben wir uns bereits ausführlich mit dieser Frage beschäftigt, wollen aber kurz das Wichtigste zusammenfassen. Nachhaltigkeit basiert ursprünglich auf den drei Säulen ‚Ökonomie‘, ‚Ökologie‘ und ‚Soziales‘. Nachhaltig investieren bedeutet also, bei einer Investitionsabsicht einen holistischen Ansatz zu wählen, anstatt nur die Rendite zu beachten. Es sollte über ökonomische Kriterien hinausgegangen und soziale sowie ökologische Faktoren in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden. Damit geht jedoch meist eine aufwendige Recherche einher, da man grundsätzlich jedes Unternehmen in einem Fonds auf diese Merkmale überprüfen muss. Um es potentiellen InvestorInnen zu erleichtern, gibt es daher Fonds, die gewisse Anlagestrategien verfolgen. Und damit zurück zu dem Urwald aus Fachjargon: Denn die weiter oben genannten Begriffe beschreiben unterschiedliche Ansätze zur Fondsgestaltung. Eine Strategie, die sich auf Ausschlusskriterien stützt, wählt die Unternehmen die in den Fonds gelangen, aufgrund der Branche, in der diese tätig sind, aus. Es gibt Fonds die bspw. grundsätzlich in Branchen, wie die Tabak- oder Ölbranche nicht investieren. Jedoch sind die Kriterien bei einer solchen Strategie relativ oberflächlich, was wiederum dazu führt, dass viele Unternehmen in einen Fonds aufgenommen werden, die nicht in vollem Umfang nachhaltig sind. Wer also wirklich nahhaltig investieren möchte, hat es ohne eigene Recherche gar nicht so leicht. Anders ist es bei den normbasierten Screenings. Diese sind schon deutlich umfangreicher. Unter Anwendung dieser Strategie werden die Investitionsobjekte unter Berücksichtigung von Mindeststandards ausgewählt, die meist auf allgemeinen internationalen Normen basieren. Die jährliche Untersuchung des Forums für nachhaltigen Geldanlagen hat ergeben, dass diese beiden Formen der nachhaltigen Geldanlage
die meist vertretenen sind. (vgl. FNG Marktbericht).

Kommen wir dahingegen zu einem neueren Ansatz, der allerdings noch eine Nische im deutschen Markt bildet: das Impact Investing. Obwohl diese Anlagestrategie als nachhaltiges Investment bei weitem nicht weniger interessant ist als andere nachhaltige Finanzprodukte. Mithilfe des European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF) hoffen wir dieses Thema für eine breitere Masse zugänglich zu machen. Impact Investing ist daher so bedeutend, weil mithilfe des investierten Geldes gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Probleme durch Sozialunternehmen gelöst werden sollen. Nachhaltig investieren bedeutet in diesem Kontext also, dass mithilfe dieser Strategie alle Faktoren der Nachhaltigkeit miteinbezogen werden können. Doch was es genau mit unserem Fonds auf sich hat und wie wir damit Sozialunternehmen und Impact InvestorInnen zusammenbringen wollen, soll nachfolgend betrachtet werden.

Wie kann mithilfe des European Social Innovation and Impact Fund* nachhaltig investiert werden?

Der European Social Innovation and Impact Fund (kurz: ESIIF) ist ein innovativer Impact Fonds, dessen Ziel es ist, Impact InvestorInnen und SozialunternehmerInnen zusammen zu bringen. Bei Impact Investing handelt es sich um eine neue Anlegephilosophie, bei der neben ökonomischen Faktoren wie Rendite und Risiko auch auf ökologische und soziale Dimensionen geachtet werden soll. Solche Investments werden mit der Absicht getätigt, neben einer finanziellen Rendite, einen messbaren, positiven, gesellschaftlichen Impact zu erreichen (vgl. hier). Im Rahmen des ESIIF werden vor allem europäische Sozialunternehmen unterstützt, die sich in einem frühen Lebenszyklus bewegen und meist finanzielle Unterstützung für die Skalierung ihres Geschäftsmodells benötigen. Doch was macht ein Sozialunternehmen überhaupt aus? Meist setzen Sozialunternehmen dort an, wo weder der Staat noch die freie Wirtschaft Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen finden konnte. Durch innovative Geschäftsmodelle stellen sie diese sozialen und/oder ökologischen Probleme in den Vordergrund ihrer Tätigkeiten und können sie durch ihr unternehmerisches Know-How lösen.

Das sagt Sarah Budke, zuständig für das Impact Business Development bei der avesco Financial Services AG über den ESIIF: „Der ESIIF ermöglicht nicht nur frühzeitige Finanzierung für Sozialunternehmen, sondern auch eine begrenzte Absicherung für InvestorInnen*. Die Zukunft benötigt einen Zusammenschluss von Impact Akteuren, die den Mut beweisen, Unternehmen mit klarer sozialer und ökologischer Wirkung aufzubauen und ebenso InvestorInnen die nachhaltige Innovation unterstützen und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Wir werden in verschiedensten Entwicklungsbereichen Engpässe erleiden, eine frühzeitige innovative Förderung solcher Unternehmensfelder wie z.B. die Trinkwasserversorgung ist essenziell – schon heute.”

Erfahren Sie mehr über den ESIIF

Die bereits unterstützen Sozialunternehmen sind vermutlich so vielfältig wie unsere Impact InvestorInnen, welche durch ihr Investment schon heute nachhaltig investieren. So wird bspw. das Berliner Start-Up SIRPLUS unterstützt, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu reduzieren oder das schwedische Unternehmen Ignitia, dass einen SMS-Abonnement Service in Schwellenländern anbietet, durch den Kleinstbauern Prognosen über die Wetterentwicklung der nächsten Tage, Wochen oder Monate erhalten, um ihre Prozesse wie die Aussaat, Düngung oder Ernte zu optimieren. Weitere Unternehmen versuchen die bestehenden Wasserressourcen bestmöglich zur Verfügung zu stellen. Warum Wasserknappheit ein reales Problem ist und wie ein österreichisches Unternehmen mithilfe des ESIIF versucht dieses zu lösen, wollen wir nachfolgend aufzeigen.

Helioz – Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle

Wasserknappheit ist schon heute ein weitreichendes Problem. Denn fast ein Viertel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in südlicheren Ländern sind die Menschen auf sogenanntes Oberflächenwasser angewiesen, sprich auf Wasser aus Bächen, Flüssen, Teichen oder Seen. Oftmals sind diese jedoch stehende Gewässer, welche bakteriell verunreinigt sind. Daher ist es vor allem in afrikanischen und asiatischen Gebieten üblich, dass das Wasser vor der Nutzung über offenem Feuer abgekocht wird. Dabei entsteht jedoch eine große Menge an CO2, welche einen negativen Einfluss auf den Klimawandel hat.

Quelle: HELIOZ GmbH

Das Sozialunternehmen HELIOZ hat sich dieses Problem zur Aufgabe gemacht. Mithilfe von Sonnenkraft will das Unternehmen emissionsfrei Wasser reinigen. Mit dem eigens entwickelten Produkt namens „WADI“ soll Wasser zukünftig ohne Abkochen gereinigt werden. Doch wie funktioniert das? Durch die natürlich Kraft der Sonne, genauer gesagt durch die UV-Strahlung. Benötigt werden lediglich PET-Flaschen, verunreinigtes Wasser (bspw. aus stehenden Quellen), ein „WADI“-Gerät und natürlich die Sonne. Zunächst müssen die PET-Flaschen mit dem Wasser befüllt werden und dann gemeinsam mit dem solarbetriebenen Gerät in die Sonne gelegt werden. Durch die UV-Strahlung wird das Wasser gereinigt und kann nach wenigen Stunden, sobald das „WADI“ einen Smiley anzeigt, genutzt werden. Durch diese alternative Wasserreinigung können die CO2-Emissionen entscheidend reduziert werden. HELIOZ nutzt dies um die Einsparung in CO2 Zertifikate umzutauschen, die KundInnen als Kompensationsmaßnahmen für ihre Emissionen erwerben können. Durch „WADI“ konnten bereits 128 Millionen Liter Wasser gereinigt und 40.000 Tonnen CO2 eingespart werden (vgl. hier).

Einzahlung in diverse SDGs

HELIOZ trägt durch die Wasseraufbereitung und die damit einhergehende Reduktion von CO2 zum Erreichen der folgenden SDGs bei:


*DISCLAIMER
Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Quellen
https://www.forum-ng.org/fileadmin/Marktbericht/2021/FNG-Marktbericht-2021-online.pdf
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwassertag-2021-zehn-fakten-ueber-wasser/172968
https://de.statista.com/themen/3435/ressource-wasser/#dossierSummary__chapter2
https://thegiin.org/impact-investing/
https://esiif.de/helioz/