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Entweder-Oder

Handicap 9 oder 9% Rendite, oder beides?

Im Film ›Lost in Translation‹ gibt es eine Szene, die die ganze Faszination des Golfsports in 30 Sekunden erklärt: Ein wunderschöner Tag, ein Mann steht am Abschlag eines Golfplatzes, macht einige Probeschwünge mit seinem Golfschläger, geht zum Ball und schlägt ihn mit einer harmonischen und eleganten Bewegung in die unendliche Weite der Golflandschaft. Man spürt förmlich die absolute Zufriedenheit des Spielers: mit sich, mit seiner Umgebung und mit seinem Abschlag. Nichts anderes zählt.

Der Mann ist der Schauspieler und Komiker Bill Murray, passionierter Golfspieler mit dem erstaunlichen Handicap von 7*. Mit Handicap wird die Spielstärke eines Spielers in der Golfwelt bezeichnet: Wenn ein Profi die 18 Löcher eines Golfplatzes in 72 Schlägen schafft, braucht Bill Murray 79 Schläge: 72 plus Handicap 7= 79 Schläge. Die aktuell etwa 575.000 registrierten Mitglieder des Deutschen Golfverbandes brauchen für eine Golfrunde rund 100 Schläge, also liegt das Durchschnittshandicap der Golfer in Deutschland bei etwa 28. Sinn dieser Zählart ist, dass gute und schwächere Golfer beim Turnier immer die gleichen Zählvorgaben und Chancen haben und so untereinander ›konkurrieren‹ können.

Bill Murray ist einer von vielen Prominenten, die der Faszination Golf erlegen sind. Ex-National Torhüter Oliver Kahn hat sich ganz dem Golfspiel verschrieben; so auch Franz Beckenbauer und Boris Becker. SAP Mitgründer Dietmar Hopp leistet sich neben Hoffenheim 1899 sogar den Luxus eines eigenen Golfresorts in St. Leon-Rot; Donald Trump erklärt sogar öffentlich, dass er wichtige Jobs auf dem Golfplatz vergibt! Dort offenbaren sich laut Trump menschliche Stärken und Schwächen der Spieler. Versucht ein Spieler seine eigenen Fehler, auf die äußeren Umstände zu schieben, spielt er strategisch oder riskiert er viel? Wie geht er mit seinem ›Flight‹, sprich mit seinen Mitspielern, um?

Vieles spricht dafür, selbst einmal den Schläger in die Hand zu nehmen, die ›ersten Schwünge‹ zu machen und irgendwann dann einmal zu spüren: Wow, dass war jetzt aber der ultimative Schlag. Mit anderen Worten: einmal dieses Glücksgefühl zu erleben, wenn der Ball aus einer unmöglichen Situation direkt ins Loch ›plumpst‹.

Wie im Leben so auch beim Golfspiel: Jeder Tag verläuft anders, kein Spiel, kein Schlag gleicht dem anderen. Nicht umsonst heißt der kürzeste Golfwitz ›Ich kann’s!‹.

Leider ist das Golfen kein preiswertes Vergnügen. Um mein Ziel, ein Handicap 9 zu erreichen – die Voraussetzung für ›Ich kann’s!‹ - strebe ich eine Rendite von 9 % an. Dies ermöglicht mir, die noch notwendigen ›99‹ Trainerstunden zu finanzieren um so meinem Ziel ein wenig näher zu kommen. Hoffentlich klappt’s...

(Detlev Richter, Seniorenmannschaftskapitän, Handicap 13, Potsdamer Golf-Club)

TAG DER OFFENEN TÜR:
Lust auf eine Einführung in den Golfsport? Dann besuchen Sie am 17. Mai 2009 den Potsdamer Golf-Club in Ketzin:
Potsdamer Golf-Club e.V.
Zachower Str.  in 14669 Ketzin (OT Tremmen)
Tel: 033233/7050  www.potsdamer-golfclub.de

*Stand Nov. 2008