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avesco Transparent Februar 2010

Qualitätstests sind wertvolle Helfer bei der Suche nach dem passenden Vermögensmanager

»Vermögensmanager sind die Strategen der privaten Finanzwelt. Sie sind in gewisser Weise Alleskönner, Generalisten mit hoher fachlicher Kompetenz, auch auf Spezialgebieten. Fürs gesamte Vermögen«, so Ralf Vielhaber, Chefredakteur der Fuchsbriefe.

Faktisch haben sich die Alleskönner, die sich bei Universal-, Privatbanken, Sparkassen und unabhängigen Vermögensverwaltern finden, zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert. Gier, Inkompetenz, Fehlverhalten und strategische Fehlausrichtung von Marktteilnehmern haben dem Ansehen der Branche geschadet und das Vertrauen der Anleger in die Zunft sowie das Vermögen geschmälert.
Die Finanzindustrie ist weiterhin stark unter Druck. Die Unternehmensberatung Bain hat herausgefunden, dass es 2008 zu einem dramatischen Ergebniseinbruch von 1,6 auf 0,6 Mrd. gekommen ist und erwartet nur eine moderate Erholung bis 2012. Das Ergebnis wirkt sich auf alle Bereiche aus: Forschung und Entwicklung, Arbeitsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen. Folgen lassen sich stellvertretend an einer Pressemitteilung, wie dieser aus der Financial Times ablesen: ›Deutsche Bank schafft Reiche zweiter Klasse.‹ Kunden mit Vermögen bis 5 Millionen sollen zukünftig nur von zwei Beratern betreut werden. Im Zuge des Umbaus kappt die Deutsche Bank 72 Arbeitsplätze in der Einheit für vermögende Privatkunden.

Auch die jüngsten Ergebnisse der Stiftung Warentest untermauern den Qualitätsschwund. Die Tester stellen den Deutschen Banken in Sachen Beratung ein verheerendes Zeugnis aus: Die meisten Institute erhielten die Note ›ausreichend‹, nur drei Banken schlossen mit ›befriedigend‹ ab.
Dem gegenüber stehen veränderte Kundenbedürfnisse, wie mehr Transparenz bei insgesamt weniger Risikoneigung und steigendem Beratungsbedarf. Die jüngste Rechtsprechung, der Verbraucherschutz und regulatorische Änderungen ergänzen die Herausforderungen. In so einem Umfeld ist Orientierung wichtiger denn je. Nicht zuletzt, weil eingegangene Geschäftsbeziehungen, die später wieder gelöst werden, den Kunden viel Zeit und Geld kosten. Sorgfältig zu prüfen ist gut investierte Zeit. 

Hier setzen die Qualitätsprüfer von DISC, Elitereport und Fuchsbriefen an. Wenngleich ihre Testverfahren sich unterscheiden, verfolgen doch alle ein Ziel: Übersicht und Hilfestellung bei der Suche des geeigneten Partners schaffen. Der Marktführer unter den Testern, die von den Fuchsbriefen initiierte Private Banking Prüfinstanz, blickt im Segment vermögender Privatkunden auf die längste Erfahrung zurück. In Kooperation mit der Deutschen Börse betreibt sie die umfangreichste Analyse. Unabhängig davon liefern alle Qualitätsmessungen dem Vermögensinhaber Hilfe bei der Auswahl des richtigen Partners, wenn er einige Grundsätze beherzigt:

  • Eine realistische Selbsteinschätzung (S). Selbstbild, Vermögensumfang, Komplexität meiner Wünsche und Ziele, Präferenzen und Bedingungen.
  • Alternativen (A) bestimmen. Die Qualitätstests erleichtern die Vorauswahl. Die Nachhaltigkeit der Testergebnisse ist ein verlässlicher Qualitätsindikator.
  • Vergleichen (V) Sie die Bewertungen einzelner Bereiche verschiedener Anbieter mit Ihren Zielen, Wünschen, Präferenzen und Bedingungen.
  • Entscheiden (E) Sie erst, wenn Sie mit mindestens zwei Anbietern persönliche Gespräche geführt haben. Gehen Sie nach der Faktenlage, aber nicht gegen Ihren Bauch.

Wer Tests so für sich nutzt, kann S-A-V-E sein, dass er für sich den besten Vermögensmanager findet.

(Oliver N. Hagedorn)

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