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avesco Transparent Dezember 2011

DOOGOOD - das Netzwerk für soziale Verantwortung

Zu Monatsbeginn fiel der Startschuss für das Sozialunternehmen DOOGOOD. avesco sprach mit der Gründerin Frau von Stehlik über die Ziele des Unternehmens.

Frau von Stehlik, Sie haben das Sozialunternehmen DOOGOOD gegründet. Mit welchen Zielen?
DOOGOOD als Netzwerk für soziale Verantwortung bringt Sozialinstitutionen auf der einen und Ehrenamtliche auf der anderen Seite effektiv und schnell zusammen. Im sozialen Bereich fehlen allein in Deutschland täglich vier Millionen Freiwilligen-Stunden. Die Zahl bezieht sich auf Aktivitäten wie Spielen, Vorlesen oder zum Beispiel auch Spazierengehen mit Älteren. Das kann ja eigentlich jeder machen. Das Problem lag aber bislang darin, herauszufinden, welche Institution wann und wo Ehrenamtliche braucht. DOOGOOD schließt dieses Vakuum, indem – ähnlich einer Partnerbörse – Helfer und suchende Institutionen zusammengebracht werden, man also genau das Ehrenamt annehmen kann, was den eigenen Wünschen auch wirklich entspricht. DOOGOOD organisiert das sozusagen im Hintergrund. Dadurch ist es einfacher und effektiver ein Ehrenamt anzunehmen und die vielen Fehlstunden werden mit unserer Hilfe hoffentlich schnell abgebaut.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ich bin selbst ehrenamtlich in einem Pflegeheim tätig und überlegte, wie man mehr Ehrenamtliche engagieren kann. Vielen ist gar nicht klar, dass tatsächlich jeder helfen kann. Eines Morgens kam dann die Idee: eine Ehrenamtsbörse starten mit der gleichzeitig die Helfer auch noch belohnt werden.

Wo erfahre ich, wie ich meine Fähigkeiten mit anderen teilen kann?
Im Internet unter www.doogood.org. Jeder kann den Service nutzen: Einfach Wünsche bezüglich Ort, Sozialinstitution, Zeit und Tätigkeit eingeben, aus den Ergebnissen seine Aufgaben aussuchen und bestätigen. Fertig!

Wer kann die angebotenen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Anspruch nehmen?
Sozialinstitutionen wie Pflege- oder Tierheime, gemeinnützige Vereine, Tafeln – sogar Gemeinden, die in Bürgerbüros oder bei Landschaftssäuberungen Ehrenamtliche benötigen. Die Bandbreite ist sehr groß.

Finanziert sich DOOGOOD aus Spenden? 
Die Finanzierung läuft über Premiummitglieder, die für drei Euro im Monat geleistete Stunden gegen Prämien eintauschen können, dann über Sozialinstitutionen, die mit einem geringen Obulus an Förderungen teilhaben können, aber auch über Spenden. Die Erträge fließen in die DOOGOOD Stiftung, die wiederum soziale Projekte unterstützt oder ganz finanziert. Es herrscht also keine Gewinnabsicht.

Wo ist Ihrer Meinung der größte Bedarf an ehrenamtlichen Tätigkeiten?
Überall braucht man Ehrenamtliche. Und man braucht sie stetig, denn es gibt sehr viel Leid um uns herum. Wir müssen es nur zulassen hinzuschauen und hinzugehen und unsere Hand zur Hilfe zu reichen.

Auf Ihrer Homepage habe ich gesehen, dass Sie auch Unternehmen die Möglichkeit geben, sich gesellschaftlich zu engagieren. Wie funktioniert das?
Unternehmen können sich via Corporate Social Responsibility, zu deutsch Unternehmenssozialverantwortlichkeit, an DOOGOOD beteiligen. DOOGOOD gibt Unternehmen die Möglichkeit sich gesellschaftlich einzubringen und dies für sich medienwirksam zu nutzen. Der Prämienbereich, in dem die DOOGOODer ihre Punkte á la Miles & More eintauschen können, ist nur eine Möglichkeit, wie sich Unternehmen präsentieren können.

Frau von Stehlik, vielen Dank für das Interview.

(Markus Spieker)

Übrigens konnten Dank des Netzwerkes von avesco Investoren für DOOGOOD gewonnen werden.