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Einfach mal Zeit für mich

Welche berufstätige Mutter kennt nicht diese leise Sehnsucht: »Mal richtig auszuspannen, Körper und Geist verwöhnen zu lassen und einfach mal Zeit nur für sich selbst zu haben!« Eine Freundin von mir flog deshalb nach Sri Lanka, eine andere nach Mallorca. Um ehrlich zu sein, so weit wollte ich nie weg. Auf einer Geburtstagsfeier – ein Freund von uns wurde 50 – hatte ich dann zufällig meine Wohlfühloase in Westfalen gefunden: Das ›Gräfliche Park Hotel & Spa in Bad Driburg‹, einem führenden Spa-Anbieter.

Das denkmalgeschützte Gebäude-Ensemble liegt inmitten einer der schönsten Landschafts­gärten Deutschlands und wurde kürzlich aufwändig renoviert. Dort gilt es eben nicht nur private Feste oder Firmenevents, sondern eben auch Körper, Geist und Seele zu feiern. Schon zwei Wochen nachdem mir mein Mann einen Gutschein für ein verlängertes Wochenende in diesem Hotel schenkte, fuhr ich los. Sofort nach meiner Ankunft gönnte ich mir erst im Medical Spa eine Rückenmassage (welche Frau liebt diese nicht?) und danach ein exklusives Bade- und Balsamritual im Badehaus, das in dem 1500 qm großen Garten Spa liegt. Von der ersten Sekunde an genoss ich die Heilkraft des köstlichen Wassers aus dem legendären Brunnenareal von Bad Driburg, das Freiherr Caspar Heinrich von Sierstorpff 1781 kaufte und ausbaute.

Was mir besonders gefiel war die Auswahl von Mineralwasser der Bad Driburger Naturpark­quellen in meinem Zimmer. Am nächsten Tag fand ich das Tagesprogramm ›Harmonie‹ genau richtig für mich. Die Wirkstoffe der Milchpackung und die Wohlfühl-Massage wirkten auf mich wie ein Jungbrunnen. Auch für eine Therapie mit Moor und Kohlen­säuren­mineralbad sowie einer feinen Gesichts-, Hals- und Dekolletébehandlung blieb am nächsten Tag noch Zeit. übrigens: Das Bad Driburger Moor wird bei Hille im Kreis Minden/Lübbecke gestochen und täglich frisch aufbereitet, um als Bad oder Packung abgegeben zu werden.

Als sehr angenehm empfand ich das großzügige Areal im Spa-Bereich und den wunder­schönen über 60 Hektar großen Park, durch den ich jeden Morgen über das taufrische Gras joggte, um mir danach zum köstlichen Frühstück frisch gepresste Säfte und vieles mehr servieren zu lassen. Die Inneneinrichtung meines Hotelzimmers beeindruckte mich durch den harmonischen Farbstil und die gelungene Mischung aus Tradition und modernem Design. Immerhin wussten seinerzeit auch schon Hölderin und Annette von Droste-Hülshoff, was gut ist und waren im ›Gräflichen Hotel und Spa‹ zu Gast, das heute dem Grafen-Ehepaar Marcus und Annabelle von Oeynhausen-Sierstorpff gehört.

Weil alles so schön war, gönnte ich mir am letzten Abend ein edles Tröpfchen und bestellte zum Essen in Caspar’s Restaurant den 2003 Spätburgunder von dem Ihringer Winklerberg. Und beschloss: Hier komme ich bald wieder her, vielleicht zu einem Golfurlaub oder zu einer F.X. May-Kur zum Entgiften und Entschlacken. Vielleicht auch zu einem Familien-Wanderurlaub, da Bad Driburg am Fuße des Teutoburger Waldes liegt. Aber nur, wenn Mama dann wenigstens einmal täglich in den Garten Spa darf. Allein.

(Kristin Hartmann)