
Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Die Zeit, die mit den Jahren immer schneller zu vergehen scheint, bringt uns neben allen hektischen Einkäufen und Besorgungen, die ja unbedingt noch erledigt werden müssen, hoffentlich ein wenig Muße.
Die Tage sind kurz, des Morgens liegt der letzte Novembernebel auf den Zinnen der Nachbarhäuser, die Schlote stoßen den weißlichen Rauch heraus und schon schlägt das Wetter in klirrende Kälte um. Da kommt die Zeit des Plätzchenbackens und der Vorbereitungen in der Küche, der festlichen Stunden im Kreise der Familie. Noch Kind, ich zauderte schon, ob das Christkind wohl doch nicht die Geschenke brachte, sondern die Eltern ihm beträchtlich zur Hand gingen, wollte ich trotz aller Zweifel meinen Glauben nicht ganz verlieren. Verheißungsvoll blickte ich als kleiner Fratz gen Himmel, wenn meine Mutter mir das tiefrote Firmament, in den kurzen Tagen vor Weihnachten, erklärte. Es hieß ganz geheimnisvoll, dass Christkind backe Plätzchen und deshalb sei alles in glühendes Rot getaucht. Für mich der Vorbote von guten Gerüchen und Schleckereien an Mutters Herd. Das Schreiben oder Malen des Wunschzettels, auf das hoffentlich irgendjemand mein Begehren nach einer neuen Babypuppe erfüllen möge, vielleicht sogar in einem eignen Puppenwagen... augenblicklich bibbert mein Herz bei diesen Gedanken.
Heute und jetzt lassen wir die guten alten Zeiten wieder erwachen und backen gemeinsam mit der Familie Plätzchen. Alle Mütter, Schwestern und Freundinnen dürfen ihr Lieblingsrezept verwirklichen. Es wird gestöbert in Großmutters und sogar Urgroßmutters Backfibel, die neuesten Ausgaben der Super-Chocolatiers werden gewälzt und viele Erinnerungen an die Kindheit erwachen bei den Vorbereitungen. Wir, die gereiften Kinder, wollen von unseren Müttern das Wissen erlangen, was sie schon von ihren Müttern und Großmüttern lernten.
Sind Sie noch auf der Suche nach Ihrem Lieblingsrezept aus Kindertagen? Rufen Sie mich unter 030 288767-29 an und ich blättere für Sie in Omas Backfibel.
(Elke Kerkhoff)